Probleme in der Partnerschaft haben Ihre Ursache oft in verletzten Bedürfnissen.

Kennst du deine Bedürfnisse in deiner Partnerschaft? Oder fragst du dich immer wieder, was du eigentlich in deiner Partnerschaft möchtest? In diesem Beitrag möchte ich mich anhand des Konzepts des Inneren Kindes den Bedürfnissen in der Partnerschaft widmen. Ich möchte dir eine Herangehensweise aufzeigen, mit der du manche Knoten in deiner Beziehung lockern kannst, und deinen Bedürfnissen in deiner Partnerschaft mehr Raum geben kannst.
So vielfältig Menschen sind, so vielfältig sind die Beziehungsthematiken. Mein Beitrag ist somit lediglich ein Angebot für dich, welches du annehmen kannst, wenn es stimmig für dich ist.

 

Beziehung - ich beziehe mich auf dich

Im Miteinander entsteht Beziehung. Wir beziehen uns aufeinander. Wie wir uns auf den/die jeweils andere/n beziehen, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Einerseits von unserer genetischen Veranlagung, also z.B. ob wir vom Wesenstyp eher introvertiert oder extrovertiert sind, aber auch von unseren früheren Erfahrungen. Dabei haben wir eine Prägung, wie durch einen oder viele Stempel. Diese Prägung beruht u.a. auf frühkindlichen Erfahrungen, wobei auch spätere Erfahrungen uns prägen. Beide Faktoren bedingen unsere Beziehungen und damit auch unsere Partnerschaft.
Der Unterschied: unsere Wesensart ist uns meist bewusst – unsere Prägungen meist nicht. Diese sind wie ein Eisberg – viel schlummert unterhalb der Wasseroberfläche.

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Wie wir zu jemanden sind, hängt von uns ab

Deine Prägung ist verantwortlich dafür, wie wir in Beziehung gehen, wie wir unseren Partner*in und deren Verhalten wahrnehmen. Das ist der Grund dafür, dass die eine Person ganz entspannt ihren Partner*in um die Häuser ziehen lassen kann, während die andere Person dies kaum aushält.

Natürlich entsteht auch eine Dynamik in der Partnerschaft,  dein/e Partner*in kann durch das eigene Verhalten einen Schlüsselreiz setzen – aber dieser Reiz trifft sozusagen offene Tore und trifft dich an einem Punkt deiner Prägung, der dich triggert! Das Resultat: du erlebst deine Bedürfnisse in deiner Partnerschaft als verletzt.

Bedürfnisse in der Partnerschaft

Im Miteinander entwickeln wir uns. Eine partnerschaftliche Beziehung ist von besonderer Qualität. So groß die Entwicklungsmöglichkeit, so groß auch die Herausforderungen.

Denn wir Menschen verändern uns innerhalb und außerhalb der Beziehung. Dass beide Partner*innen sich gleichermaßen entwickeln, kann sein – muss aber nicht. Aber unterschiedliche Entwicklungen heißen nicht automatisch, dass die Beziehung vor dem Aus steht. Hier bedarf es der der Suche nach der Basis, die verbindet. Wenn die Basis nicht mehr vorhanden ist, dann  hilft oftmals die Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner. Dies gelingt vor allem durch Kommunikation. Um Probleme in der Partnerschaft früh zu benennen, und die Bedürfnisse in der Partnerschaft auch richtig zu auszudrücken, benötigt es passende Kommunikation. Mache dazu gerne meinen 5 Tage E-Mail Kurs, hier geht es zur Anmeldung.

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Herausforderungen und Probleme in der Partnerschaft (ein Auszug)

Herausforderung 1: Die Innere Einstellung verändert sich

Wenn Menschen sich entwickeln und verändern, dann hat dies enorme Auswirkungen. Das Resulat: du erlebst diverse Probleme in der Partnerschaft! Eine Folge der eigenen Veränderung ist, der Wandel der inneren Einstellung gegenüber den Eigenschaften des anderen.

Beispiel 1:

Sie ärgert sich vermehrt über seine Faulheit, seinen fehlenden Antrieb. Verliebt hat sie sich in einen Mann, der einen Ruhepol für sie darstellt und der sie auch mal zum entspannten Nichtstun eingeladen hat.

Beispiel 2:

Was früher Halt und Sicherheit gegeben hat, wird nun als klammernd und erdrückend erlebt!

Anders gesagt: du kannst dich so weit verändern, dass dich die Eigenschaft, die dich zu deiner/m Partner*in gezogen hat, zur Weißglut treibt.

Wenn dich Eigenschaften an deiner/m Partner*in nerven, dann versuche mal diese >>Selbstcoaching-Methode<<

Herausforderung 2: Nichts bleibt statisch

Eine Partnerschaft durchläuft unterschiedliche Phasen. In der Phase der Verliebtheit werden persönliche Interessen hintenangestellt. Das kennst du vielleicht von dir: auf Partys, Sport oder andere Freizeitveranstaltungen kannst du leichter verzichten in dieser Phase. Vielleicht ist auch dein Bedürfnis nach Ruhe (oder im Gegenteil: das Bedürfnis nach Aktion!) ein anderes. In der Verliebtheit geschieht ein nahezu symbiotischer Zustand. Ist diese Phase vorbei, rufen die jeweils eigenen Bedürfnisse wieder. So kann eine Person wieder den Wunsch nach Autonomie oder Eigenständigkeit verspüren. Dies kann zu einem Nähe-Distanz Konflikt führen. Dieser Konflikt wird noch dynamischer, wenn die andere Person auf das Bedürfnis des anderen reagiert und das Gegenüber versucht, festzuhalten – was wiederum zu Frust und mehr Rückzug des anderen führen kann. Ein Teufelskreis und ein großes Problem in der Partnerschaft.

Herausforderung 3: Eigene Bedürfnisse in der Partnerschaft sind unbekannt

Viele Menschen sind hier bereits herausfordert: sie haben den Bezug zu ihren Bedürfnissen verloren. Das kann unterschiedliche Gründe haben, zum Beispiel auch, dass es zu Erfahrungen kam, die zeigten: „Meine Bedürfnisse sind weniger wert als die anderen.“ Aber auch die Erfahrung, dass Eltern oder andere nahe Bezugspersonen die Wünsche „von den Lippen“ ablesen, bevor sich das Kind äußern kann, kann die Ursache für einen erschwerten Zugang zu eigenen Bedürfnissen in der Partnerschaft sein.

 

Zugang zu den Bedürfnissen finden: das Innere Kind befragen

Um einen Zugang zu den eigenen Bedürfnissen zu finden, kann der Ansatz des „Inneren Kindes“ hilfreich sein. Stell dir dabei vor, du hast einen Anteil in dir, einen ursprüngliche Teil von dir, den es gab bevor du denken und reflektieren könntest. Dieser Anteil ist geprägt von inneren Instinkten, folgt seinen Bedürfnissen, Wünschen und gibt sich den eigenen Emotionen hin. Wie ein Kind eben.

Um deine Bedürfnisse zu erforschen, musst du dein Inneres Kind befragen. Stell dir dabei diesen Anteil vor, der ungefiltert Bedürfnisse und Gefühle äußert, ohne dabei an Konsequenzen zu denken.

Im Idealfall führst du als Erwachsene/r dein Inneres Kind mit Rücksicht auf dessen Bedürfnisse. Natürlich  kann nicht jedes Bedürfnis befriedigt werden, aber es sollte zumindest eine Auseinandersetzung mit den inneren Wünschen stattfinden.

Drei Schritte, um Bedürfnissen in der Partnerschaft mehr Raum zu geben

1. Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse übernehmen

Wenn du dich mit deinem Inneren Kind ausgetauscht hast und dessen Bedürfnisse erfahren hast, dann übernimm Verantwortung für diese Bedürfnisse. Dein Fokus ist aktuell vielleicht darauf gerichtet, was dein/e Partner*in (nicht) macht und was dies in dir auslöst. Zwar sendet dein Partner*in Schlüsselreize, deine individuelle Prägung befeuert dies jedoch! Daraus entstehen ungute Teufelskreise.

Beispiel:

Du siehst die Beziehung als gefährdet, weil du deine/m Partner*in und dessen Bindungsverhalten die Schuld gibst.

Dein/e Partner*in fühlt sich vermehrt unwohl in der Beziehung, weil du Vorwürfe machst, wenn er nach Freiraum strebt und seine Freunde treffen möchte.

 

Hier reagiert jede/r auf den anderen, ein Teufelskreis entsteht mit einer Tendenz zur Abwärtsspirale. Den Teufelskreis kannst du nur durchbrechen, wenn du bei dir anfängst. Übernimmt Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse.

Dazu gehört, dass du anerkennst, welche inneren Prozesse in dir aktiviert werden. Welche Bedürfnisse oder Ängste werden in dir aktiviert?

 

2. Dem anderen die Bedürfnisse vorstellen

Das Ergebnis deiner Suche nach deinen inneren Prozessen kannst du nun dem/der anderen vorstellen. Achte dabei auf Ich-Botschaften. Ich-Botschaften signalisieren, dass du nicht deinem Gegenüber die Schuld gibst. Mit Ich-Botschaften zeigst du auf, wie deine inneren Prozesse ablaufen und kannst deine Bedürfnisse benennen.

3. Auf Bedürfnisse des anderen achten

Auch dein/e Partner*in hat ein Inneres Kind. Auch dieses Inneres Kind spielt eine Rolle. Falls er/sie sich noch nicht mit diesem Konzept auseinandergesetzt hat, ist das kein Problem: achte bei seiner/ihrer Reaktion auf Anzeichen, die für das Innere Kind stehen können. Sei empathisch und höre auf Bedürfnisse.

In einer Paarberatung ist es bereits ein wichtiger Meilenstein, wenn Beide es schaffen, die inneren Prozesse, Gefühle und Bedürfnisse dem anderen zu nennen. In Paarberatungen stelle ich mir dabei immer das Bild eines Vorhanges vor, der zwischen zwei Personen gelüftet wird und eine klare, oftmals liebevolle Sicht ermöglicht.

Du kannst dir auch eine Grundlage schaffen, und die 8 Bausteine für eine glückliche Partnerschaft für dich entdecken. Hier* geht es zum Buch.

Kommunikation als Schlüssel

Im weiteren Prozess kann es dann um konkrete Vereinbarungen gehen, um die Suche nach einem gemeinsamen Raum für die jeweiligen Bedürfnisse. Dabei ist es hilfreich, die richtigen Kommunikationsstrategien zu kennen und auch anzuwenden. Das ist die wichtige Grundlage zum Umgang mit Probleme in der Partnerschaft. Du kannst dich dafür für meinen gratis E-Mail Kurs anmelden, der dich in 5 Tagen zur gelingenden Kommunikation in deiner Partnerschaft führt.

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